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Der Bergschadenverzicht und seine Auswirkungen — 5 Kommentare

  1. Sie machen in Ihrem Artikel eine unkorrekte Aussage. Die KfW verlangt keine banküblichen Sicherheiten. KfW-Mittel sind Refinanzierungsmittel, bei denen die Bank die Primärhaftung übernimmt. Die durchleitende Bank muss bei einer Insolvenz die Restverbindlichkeiten an die KfW zurückzahlen und sich über die Sicherheiten das Geld vom Kunden zurückholen.
    Das gilt für alle wohnwirtschaftlichen Programme.
    Deshalb müssen Sie das Thema Bergschadenverzicht nur mit der Bank und der Zechengesellschaft oder deren Rechtsnachfolger klären.
    Man sollte zwei Dinge versuchen:
    1. Einen Rangrücktritt der Zechengesellschaft erreichen
    2. Eine Bescheinigung des Bergamtes besorgen, in der bestätigt wird, wann der Abbau eingestellt wurde.

    Regionalen Banken reicht das gelegentlich für eine positive Entscheidung.
    MbG U.Weber

    • Danke für Ihre Nachricht. Die KfW weist in ihren Merkblättern darauf hin, dass für die wohnwirtschaftlichen Mittel grundbuchliche Sicherheiten (Programm 124) bzw. bankübliche Sicherheiten (Programm 134) zu stellen sind. Bankübliche Sicherheiten sind in der Immobilienfinanzierung grundsätzlich Grundschulden, was aber anderweitige Ersatzsicherheiten nicht ausschließt.

      Ein Rangrücktritt(?) der Zechengesellschaft bringt im Ergebnis für eine Finanzierung wenig. Bergschadenverzicht heißt, es gibt keinen Schadenersatz, wenn das Haus durch Schäden aus dem Bergbau beschädigt oder zerstört wird. Für die Bewertung der Immobilie für einen Finanzierung muss die Bank eine Bewertung vornehmen. Wie soll sie, um ein Extrembeispiel zu nennen, den Haufen Steine bewerten, der auf dem Grundstück liegt, wenn massive Senkungen auftreten? Also bleibt nach Finanzierungskriterien nur, den Beleihungswert auf „Null“ zu setzen.

      Eine Bescheinigung über die erfolgte Beendigung des Abbaus ändert m.E. nichts an der vorgenannten Problematik, dass nämlich keine Entschädigung bei Schäden gezahlt wird. Damit steht der Beleihungswert wieder bei „Null“.

      Unter Umständen mag sich die eine oder andere Bank über diese Bewertungsvorgaben hinweggesetzt haben, allerdings weiß ich, was ich als Verbandsprüfer in so einem Fall in den Prüfbericht schreiben würde. Und bei der immer stärker werdenden Regulierung würde ich mich, wie schon in meinem Artikel geschrieben, nicht darauf verlassen, dass in Zukunft noch finanziert wird, womit wir bei den Verkaufmöglichkeiten bzw. -problemen sind.

  2. Nun, das Merkblatt der KfW weisst eindeutig unter der Position Sicherheiten darauf hin, dass diese zum einen grundpfandrechtlich zu sichern sind und zum anderen banküblicher Sicherheiten bedürfen.
    Ausserdem widersprechen Sie sich meines Erachtens selbst, da, wie Sie ausführen, wenn der Kunde seine Kreditschuld nicht zahlt, die Bank die Rückforderung der Verbindlichkeiten über die Sicherheiten vornimmt.

  3. Zu unterschätzen ist für den Eigentümer auch nicht, daß seine Gebäudeversicherung bei solchen Schädem nicht greift. Es ist weder Feuer, noch Leitungswasser oder Sturm. Es ist auch keine Wirkung der Elemente bzw Natur, wie Überschwemmung oder Erdbeben. Somit greift auch eine Elementarschadendeckung nicht.

    • Ich hatte schon mal von Kunden gehört, dass ein Vertreter behauptet hätte, das wäre ein Fall für einen Elementarschadenversicherung, immerhin würde ja sozusagen die Erde beben – eine äußerst eigenwillige Interpretation wie ich finde

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